Völlig schwerelos: Miriam ist magersüchtig

Völlig Schwerelos

Rezension

Völlig Schwerelos
Loewe

Autor: Marliese Arold
Titel: Völlig schwerelos Miriam ist magersüchtig
Verlag: Loewe
Genre: Roman
Seiten: 152
Preis: eBook: 4,99
Erstveröffentlichung: 1997
ISBN: 978-3732013159

 

Völlig schwerelos beschreibt den Werdegang einer jungen Frau, die immer tiefer in die Magersucht rutscht.

 

Klappentext

Miriam hat schon sechs Kilo abgenommen, seit sie regelmäßig joggen geht und Diät hält. Trotzdem findet sie sich noch viel zu dick. Fünf Kilo muss sie mindestens noch schaffen. Und wenn sie vor Hunger und Magenschmerzen nicht einschlafen kann, nimmt sie Appetitzügler und Abführmittel. Bis sie eines Tages einen alarmierenden Schwächeanfall erleidet …(Quelle: Loewe)

Autor

Marliese Arold, Jahrgang 1958, wollte schon als Kind Schriftstellerin werden. Aus Liebe zu Büchern wurde sie zunächst einmal Bibliothekarin, aber seit 1983 ihre ersten eigenen Werke veröffentlicht wurden, lebt sie als freie Autorin und arbeitet für verschiedene Verlage. Sie hat zwei Kinder, die inzwischen erwachsen sind und ihre Bücher kennt man in ca. 20 Ländern. Neben dem Schreiben begeistert sich Marliese Arold für Malen und Zeichnen, liest sehr viel und interessiert sich für fremde Kulturen. Sie lebt mit ihrem Mann in Erlenbach am Main. (Quelle: Loewe)

Cover

Auf dem Cover von “Völlig schwerelos” sieht man den Teil einer jungen Frau. Diese sitzt am Tisch und hat einen Salat vor sich stehen. Hier zeigt das Cover also Andeutungen einer Diät. Das passt gut zum Inhalt des Buches, denn hier hungert eine junge Frau ebenfalls für ihre Figur. Der Titel des Buches hebt sich gut vom Hintergrund (der Tischplatte) ab und passt gut zum Inhalt des Buches (besonders im Hinblick auf die Fantasiewelt der Protagonistin). Der Untertitel ist etwas hell, aber trotzdem gut zu lesen. Insgesamt macht das Cover einen frischen und modernen Eindruck (besonders im Vergleich zu den alten Ausgaben des Buches). Mir gefällt das Cover gut und es ist passend zum Inhalt gestaltet.

Inhalt

Miriam ist 15 Jahre und findet sich zu dick. Im Sport schafft sie deswegen nicht alle Übungen und bekommt von ihren Mitschülern, doofe Sprüche zu hören. Für die bevorstehende Klassenfahrt nach London fasst Miriam einen Entschluss, sie möchte endlich abnehmen. Leider ist dies nicht so leicht und auch ihre Mutter und Oma, sind keine sonderlich gute Unterstützung. Schon bald stellen sich erste Erfolge an, die Miriam immer weiter anspornen.

Meinung

Der Roman “Völlig schwerelos” von Autorin Marliese Arold wird in 14 Kapitel erzählt und behandelt dabei ein Thema, das noch immer (leider) aktuell ist, welches aus Sicht der Protagonistin erzählt wird. Dabei weiß man schon direkt zu Beginn, in welche Richtung sich das Buch entwickeln wird. Das gewählte Thema ist sicherlich vielen Lesern bekannt (direkt oder indirekt), wodurch man die Protagonistin gut verstehen kann. Gerade wenn man die Passagen in “Völlig schwerelos” liest, wo es um das Hänseln geht, kann man als Leser mitfühlen. Ein wenig unverständlich war für mich die Reaktion der Mutter und der Oma. Auch hier gelingt es der Autorin, beim Lesen Gefühle zu erreichen. Passend zum Thema ist die Stimmung im Buch auch fast ausschließlich negativ. Mit fortlaufender Handlung entwickelt sich die Story weiter, wobei die Protagonistin immer tiefer in den Abnehmwahn rutscht. Allerdings ist es schon merkwürdig, dass niemanden auffällt, dass die Protagonistin kaum noch isst (auch, wenn betroffene Personen gut zu vertuschen wissen, wie es ihnen geht). Besonders bei der Klassenfahrt, hätte es auffallen müssen, zumal es Anzeichen gab, die allerdings leichtfertig behandelt wurden. Hier würden wohl Lehrer in der Realität deutlich fürsorglicher handeln (zumindest, hoffe ich das). Außerdem eröffnet und entwickelt sich mit fortlaufender Handlung eine zweite Welt, in der die Protagonistin versucht zu fliehen (Flucht aus der Realität). Hier erkennt man auch gleich den Titel des Buches wieder. Diese Passagen sind gut zu erkennen, da sie anders formatiert ist (kursiv). Autorin Marliese Arold packt insgesamt einiges an Handlung in ein recht dünnes Buch, könnte man meinen. Was für ein Jugendbuch, welches “Völlig schwerelos” zweifelsohne ist, von Vorteil wäre. Bei genauerer Betrachtung allerdings merkt man, dass die Handlung nicht sonderlich viel Inhalt enthält und allein auf der Liebe zu einem Lehrer aufbaut. Auch das Hauptthema, die Magersucht, wir nur recht oberflächlich behandelt. Dies finde ich allerdings nicht so schlecht, da es sich hier nicht um ein Fachbuch handelt. Hier sollte also jedem klar sein, dass Magersucht deutlich komplexer ist wie das, was die Autorin vermittelt. Das Ende des Buches könnte dann viele enttäuschen, denn es ist sehr offen gehalten und man weiß nicht, wie es mit der Protagonistin weitergeht. 

Fazit

“Völlig schwerelos” ist ein Jugendroman, der eine komplexe Krankheit zum Thema macht. Hier sollte also jedem klar sein, dass das Buch schon allein wegen seiner geringen Seitenzahl die Thematik lediglich ankratzt. Die Beweggründe der Protagonistin lassen sich gut nachvollziehen und schaffen es sogar, die Gefühle beim Lesen zu kitzeln. Insgesamt ist die Handlung allerdings etwas dünn geraten, was wohl wirklich der komplexität des Themas liegt. Dank des tollen Schreibstils, lässt sich “Völlig schwerelos” leicht und flüssig lesen, weshalb man das recht dünne Buch, schnell beendet haben sollte. Von mir gibt es 4/5 Sterne, da ich mich recht gut unterhalten gefühlt habe.

 

4 Sterne

*Von mir gelesenes Exemplar: Taschenbuch 3. Auflage 2002

 

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