Review

Entwickler: MINTROCKET
Publisher: Arctic Hazard
Veröffentlichung: 17. Februar 2026
Genre: Rollenspiel, Strategiespiel
Plattform: Windows
Ein Wikinger auf Rachefeldzug.

Die Story von NORSE: Oath of Blood ist schnell erklärt und lässt sich am besten mit dem Wort Rachefeldzug beschreiben. Gunnar ist ein junger Wikinger, der mit ansehen muss wie sein Vater Jarl Gripr brutal und hinterrücks ermordet wird. Nach diesem Mord muss Gunnar sich zusammen mit seiner Schwester ein neues Leben aufbauen und das immer mit dem einen großen Ziel im Hinterkopf, der Rache.

Ein junger Wikinger baut mithilfe seiner Schwester und vielen neuen Gefährten die er im Laufe der Story kennenlernt sein eigenes Dorf auf mit dem einen Ziel, stärker und mächtiger zu werden um sich dann für den Tod seines Vaters zu rächen. Erzählt wird die Story in Form von Cutscene die wirklich hübsch anzusehen sind und mit einer Mischung aus Ernsthaftigkeit und Humor das ganze auflockern. Außerdem gibt es immer mal wieder kleine Erzählungen eines Erzählers, die meistens vor Hauptmissionen auftauchen. Hier bekommen wir dann quasi den Inhalt bzw. Hintergrund der jeweiligen Mission erzählt.
Kommen wir nun zur Spielmechanik. Wie oben schon geschrieben gilt es für uns ein Dorf aufzubauen, weshalb der Hauptbildschirm auch unser Dorf sein wird. Von hier können wir Projekte verwalten, Waffen, Rüstungen und Co. in Auftrag geben, unsere Einheiten verwalten, Handel treiben usw., es gibt hier also eine Menge zu erledigen. In Auftrag gegebene (Bau)Projekte benötigen immer eine gewisse Anzahl an Runden, bis diese vollendet sind, Rüstungen, Waffen und Verbrauchsmaterial wird hingegen direkt hergestellt und steht dann auch zur Verfügung.


Was mir hier gefallen hat, ist der Punkt, dass beim Voranschreiten der Züge kleine Dialoge eingeblendet werden, die eben das Dorfleben widerspiegeln. Weniger schön ist hieran allerdings das diese Dialoge sich schon nach kurzer Zeit wiederholen und sich das ganze so recht schnell abnutzt. Über die Map steuern wir allerdings nicht nur das Voranschreiten der Züge, sondern wir können auch Handel mit anderen Dörfern treiben. Außerdem kommen immer wieder Ereignisse, die unser Einscheiten erfordern, wodurch dann auch quasi die Handlung vorangetrieben wird. Diese Missionen sind leicht auf der Karte zu erkennen, da sie andersfarbig (Rot) sind, fairerweise sollte ich an dieser Stelle aber auch erwähnen, dass es relativ selten vorgekommen ist, dass wirklich viele Missionen gleichzeitig aufgetaucht sind. Wir wählen also die Mission aus, verwalten unsere Einheiten, die wir mit in die Schlacht nehmen wollen und beginnen die Mission. Allerdings gibt es zur Vorbereitung einen negativen Punkt, der mir aufgefallen ist und das ist die Tatsache, dass man kein Standard-Team im Vorfeld auswählen kann, das dann so auch immer direkt bei jeder Mission bereitsteht, sondern man Anpassungen immer mühsam vor jeder Mission aufs neue vornehmen muss (außer man möchte mit dem Team spielen, welches einem das Spiel dann da vorschlägt). Meiner Erfahrung nach hat man aber schnell die Kombination an KriegerInnen raus, die besonders effektiv Zusammenkämpfen, so das man hier quasi immer Anpassungen vornehmen muss. Hier möchte ich allerdings schon jetzt anmerken, dass die Anpassungen echt minimalistisch ausfallen. Es gibt zwar Verbesserungen (Waffen, Rüstung und Co.), allerdings sind diese nicht besonders vielfältig, hier hätte man ruhig mehr Auswahl zur Verfügung haben dürfen. Neue Waffen und Ausrüstung kann dabei zum einen in Missionen gefunden werden (als Belohnung), beim Handel gekauft werden oder aber durch Bauen neuer Projekte freigeschaltet werden.

Innerhalb einer Mission können wir uns bis zu einem bestimmten Grad frei bewegen und auch rechts und links vom Weg die Augen nach wertvollen Schätzen aufhalten (was wie oben schon geschrieben belohnt wird). Gerade zu Beginn sind diese gefundenen Ressourcen Mangelware und man freut sich über jeden zusätzlichen Fund um so mehr. Irgendwann kommt man dann an den Punkt der Mission wo es ans kämpfen geht und hier wird das Spiel zu einem rundenbasierten Strategiespiel (vergleichbar mit den X-Com Spielen). Im Vorfeld hat man die Gelegenheit seine Truppen zu positionieren, doch das hört sich toller an als es dann in Wirklichkeit ist. Die Felder zum Positionieren sind so eingeschränkt, das es sich nicht wirklich lohnt einen besonderen Wert auf die Positionierung zu legen.

Das Grundgerüst des Spiels ist echt gelungen und macht auch Spaß, allerdings mangelt es dann doch an einigen Ecken. Da sind zum einen die Bugs, welche zahlreich im Spiel zu finden sind, oder aber die Tatsache das man dann doch recht wenig zum Ausbauen hat, hier könnte man deutlich mehr aus dem Spiel herausholen. Mich hat NORSE: Oath of Blood trotzdem über weite Strecken unterhalten können, auch wenn es sich hierbei sicher nicht um das tiefgründigste Strategiespiel handelt. Alles ist zweckmäßig und die EntwicklerInnen wissen auch gut durch die in meinem Fall 16 Stunden dauernde Haupthandlung zu führen.
Ein Lets Play des gesamten Spiels findet Ihr auf meinem YouTube-Kanal: NORSE: Oath of Blood (Achtung beim Klick auf den Link öffnet sich ein neues Fenster mit YouTube)


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