Interview: Matthias Boll

Interview

Matthias Boll

In meinem heutigen Interview hat sich der Autor Matthias Boll meinen Fragen gestellt und diese sehr ausführlich beantwortet. An dieser Stelle möchte ich mich auch gleich bedanken, dass Sie sich die Zeit dazu genommen haben, meine Fragen so ausführlich zu beantworten. Ich wünsche viel Spaß beim lesen.

 

1. Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Ich habe schon als Student für verschiedene Zeitungen geschrieben, habe aber nie darüber nachgedacht, ein Buch zu schreiben. Erst durch meinen Aufenthalt in Südafrika habe ich so interessante Erfahrungen gemacht, dass es sich lohnt, daraus mehrere Thriller zu machen.

2. Wovon lassen Sie sich beim Schreiben inspirieren? Woher nehmen Sie die Ideen für Ihre Bücher?

Die südafrikanische Lokalpresse bietet dafür etliche Ansatzpunkte. Viele der Ereignisse,

die dem Europäer beim Lesen meiner Bücher unglaublich vorkommen mögen, stammen

aus solchen Zeitungsartikeln. Natürlich muss ich das adaptieren. Die erste Szene aus

„Das Jahr mit den zwei Sommern“ basiert beispielsweise auf einem kurze Zeitungsartikel in einer afrikanischen Tageszeitung. Ich habe mir eine Geschichte dazu ausgedacht und diese dann in das Gesamtkonzept eingefügt. Die Anfangsszene aus „Das Koeberg Projekt“ auf der Mülledeponie stammt dagegen aus eigene Erfahrungen.

3. Wie gehen sie an ein neues Buch heran (Planung, Vorbereitung,…)?

Die die grobe Richtung und die zentralen Elemente der Geschichte stehen anfangs fest. Ein Ideenbuch habe ich nicht. Ich erstelle anfangs auch niemals schriftlich einen Plot. Grundsätzlich wachsen meine Geschichten aber tatsächlich erst beim Schreiben.

4. Wer bekommt Ihre neuesten Bücher als Erster zu lesen, bevor diese in den Handel kommen?

Ich kann glücklicherweise auf viele Freunde zurückgreifen, die mir bei der Korrektur und vor allem beim Lektorat zuverlässig helfen, bevor ein Buch in den Handel kommt. Als erstes darf aber meine Frau ein neues Buch lesen.

5. Woher kommt der Hang zu Südafrika?

In Südafrika habe ich einige Jahre mit meiner Familie gelebt. Ich möchte in meinen Büchern zeigen, dass Menschen auch anders leben können als Europäer, anders organisiert sind und andere Ziele verfolgen. Südafrika ist auch ein industrialisiertes, zivilisiertes Land, aber eben – anders. Natürlich würden mir auch Themen für deutsche Städte einfallen, aber die Möglichkeiten, den Plot in Südafrika spielen zu lassen, macht alles noch reizvoller – für mich und für meine Leser. So kann ich Eigenheiten unterschiedlicher Kulturen herausarbeiten. Jeder meiner Bände hat ein Vorwort in einer anderen Sprache – auf Zulu, auf Afrikaans, auf Englisch und das vierte und jüngste, „Das Koeberg Projekt“, eines auf Tshivenda.

6. Wird es ein weiteres Abenteuer mit Ihrem Charakter “Sattler” geben?

Der fünfte Band ist in Vorbereitung. Er wird im wesentlichen in Johannesburg und in den Drakensbergen spielen.

7. Gibt es etwas das sie Ihren Lesern an dieser Stelle noch mitteilen wollen?

Ja. Jede meiner Geschichten hat einen tieferen Sinn. Eine weitere Ebene. Finden Sie sie.

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